16. Juli 2008

Nach vier Jahren Chaos, Rechtsverachtung und Niedergang: DJV-Brandenburg fordert Neuanfang ohne belastete Funktionäre

Heute vor vier Jahren begannen die schrecklichsten Jahre des Deutschen-Journalisten-Verbands (DJV): Am 16. Juli 2004 schloß ein Sonder-Verbandstag die Landesverbände Brandenburg und Berlin mit rund 5.000 Mitgliedern auf Betreiben des Bundesvorsitzenden Michael Konken aus dem Bundesverband aus. Ein klarer Fall von Willkür und Rechtsbruch, erkannten schon wenige Wochen später die angerufenen Gerichte, die die Landesverbände wieder in alle Mitgliedsrechte einsetzten.

Doch fanatisierte Funktionäre hatten bereits mit enormen Finanzhilfen abgespaltene Vereine zu gründen geholfen, die von nun an fürstlich alimentiert wurden, aber erfolglos blieben. So wurden aus zwei finanziell gesunden Verbänden in der wichtigen Hauptstadtregion vier kranke: Die neu gegründeten Vereine sind nach Festellung des Amtsgerichts Potsdam hoch überschuldet, der DJV-Landesverband Berlin befindet sich in der Insolvenz. Allein der DJV-Brandenburg weist gerichtlich bestätigt geordnete Finanzen auf.

Mit dem völlig sinnlosen spektakulären Rauswurf von 5.000 gänzlich unbeteiligten DJV-Mitgliedern begann nicht nur eine bis heute nicht abgeschlossene Serie von Dutzenden von Prozessen, von denen der Bundesverband alle wichtigen verloren hat, sondern auch ein Exodus der Mitglieder. Hatte der DJV im Sommer 2004 noch fast 42.000 Mitglieder, so sind es aktuell nur noch wenig mehr als 38.000 mit weiter fallender Tendenz. Die Spaltung dürfte den DJV bis jetzt insgesamt weit über eine Million Euro gekostet und seine Durchsetzungsfähigkeit etwa in Tariffragen auf viele Jahre beschädigt haben. Wie der DJV die noch bevorstehenden Schadenersatzprozesse übersteht, ist gänzlich offen.

Aus Anlaß des bedrückenden Jahrestages forderte der Vorstand des DJV-Brandenburg den Bundesvorsitzenden Konken und den Geschäftsführer Engeroff als Hauptverantwortliche des fortdauernden Desasters zum Rücktritt auf, um so den Weg zu einem Neuanfang zu ebnen und den DJV wieder handlungsfähig zu machen.

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