6. März 2009

Mediation offenbar gescheitert

Die von Professor und Ex-VW-Vorstand Klaus Kocks versuchte Vermittlung („Mediation“) im Konflikt des DJV-Bundesverbands mit dem DJV-Landesverband Brandenburg ist offenbar gescheitert. Der DJV-Bundesvorstand ist seit der Vorlage des für ihn fatalen Mediationsberichts am 20. Februar 2009 gegenüber dem DJV-Brandenburg in Schweigen versunken; alle Anfragen und Vorschläge, nun auf der Basis der von Professor Kocks erarbeiteten sechs Fragen Gespräche aufzunehmen, wurden schlicht ignoriert.

„Wir erleben die intellektuelle und charakterliche Bankrotterklärung des Bundesvorsitzenden Konken,“ wundert sich Brandenburgs Vorsitzender Hans Werner Conen, „der seinen Aufgaben klar nicht gewachsen ist und sogar einfache Umgangsformen nicht beherrscht. Wenn sich schon auf DJV-Bitte eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens als Streitschlichter zur Verfügung stellt, muß man sich auch mit den Ergebnissen befassen. Das gebietet schon der Anstand.“

Der Mediationsbericht kritisierte den DJV-Bundesvorsitzenden Konken hart wegen Führungsschwäche. Der Mediator stellte fest, daß verschleppte ungelöste Grundsatzfragen des DJV (z.B. ob der DJV Gewerkschaft oder Berufsverband ist) die Ursache des Konflikts sind. Kocks dazu: „Dieser Herausforderung ist der Bundesvorstand / die Geschäftsführung in der Vergangenheit nicht gerecht geworden.“ Weiter heißt es: „Es geht in der Sache nicht um brandenburgische Angelegenheiten."

Conen: „Damit steht Konken in aller Öffentlichkeit als ein Funktionär da, der ohne jeden vernünftigen Grund einen wichtigen Landesverband in der Hauptstadtregion seit Jahren mobbt und verteufelt, die Interessen der Mitglieder verletzt, enormes Geld in Prozessen verbrennt, nur um von seinen Fehlleistungen abzulenken.“ Conen sieht die Unterwanderung des DJV durch getarnte Seilschaften von SPD-Konfidenten als Teil des Problems. „Der DJV darf nicht zur Beute der SPD werden, schon gar nicht im Super-Wahljahr 2009. Wir müssen uns der ‚Ypsilantisierung‘ des Journalisten-Verbands entgegenstellen,“ warnte der Vorsitzende.

Der Brandenburgische Vorstand hat bekräftigt, daß der Kocks-Bericht ein guter Ansatz sei, im Jubiläumsjahr des DJV, der 2009 sechzig Jahre alt wird, zum gedeihlichen Miteinander zum Wohle der Mitglieder zurückzukehren.

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